Umweltprofis: Digitale Beteiligung für eine nachhaltige Schule

Karoline Bünker15.07.2026

Müll trennen, Second Hand shoppen, zu Fuß gehen: Was am GDPie draus wurde

6 Schülerinnen hatten ein Ziel: Den Schulalltag am Gymnasium Dresden-Pieschen (GDPie) nachhaltiger gestalten - mit Hilfe von Digitalisierung. 1 Beteiligungs- und Nachhaltigkeits-App betreibt Sandstorm non-profit für Dresden. 300 Schulangehörige haben entschieden, welche täglichen Aktivitäten damit gefördert werden sollen. 44 Schüler:innen haben diese einen Monat lang umgesetzt und damit die Challenge zum Erfolg geführt. 1 Urkunde gab es am Ende für jede unserer 6 Umweltprofis - und viel Applaus. Unser Projekt "Umweltprofis von morgen" mit dem Gymnasium Dresden-Pieschen ist durch und so ist es gelaufen.
 

KI generiert: Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen in einem hellen, industriell gestalteten Raum, wobei im Vordergrund ein Plakat mit der Aufschrift "WANTED: UMWELTPROFIS" und "UMWELT PROFIS VON MORGEN" zu sehen ist.

Zur Erinnerung, worum's ging: Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft bringt mit "Umweltprofis von morgen" Schulen und Unternehmen zusammen, damit Jugendliche nicht nur über Nachhaltigkeit reden, sondern sie einmal wirklich umsetzen. Wir haben das Projekt gemeinsam mit Aylin, Havin, Helena, Marlen, Zoe und Lijan vom GDPie gemacht - einer Schule mit Schwerpunkt Medien- und Informatikbildung, was ziemlich gut zu uns passt.

Von der Idee zur Challenge

Die Rahmenbedingung stand von unserer Seite fest: Wir wollten gemeinsam mit den Schülerinnen Nachhaltigkeit fördern und dafür sollte Digitalisierung zum Einsatz kommen. Unserer Beteiligungs-App Livi bot sich da natürlich an, zumal sie ohnehin schon auf allen Schulgeräten installiert ist, weil das Projekt "DD-LENA: Dresden lernt nachhaltig." sie auch schon nutzt. (Zur Zeit des Umweltprofi-Projekts hieß die App noch Cleema - aber das ist eine andere Geschichte, die ihr hier lesen könnt.)

Alles Weitere haben wir auch gemeinsam erarbeitet: Die Challenge selbst, die Aushänge, die ganze Kommunikation - ein echtes gemeinsames Projekt von Schüler:innen und Unternehmen, nicht Sandstorm-Vorgabe mit Schüler:innen-Ausführung. Genau das ist ja auch der Sinn von "Umweltprofis von morgen": Die Unternehmen begleiten eng, aber am Ende sollen die Jugendlichen echte Projektmanagement-Skills mitnehmen, wie zum Beispiel Ziele setzen, einen Zeitplan schmieden, Aufgaben verteilen, eine Kampagne durchziehen - mit allem, was so dazugehört.

 

KI generiert: Das Bild zeigt eine Gruppe von Personen, die in einem Besprechungsraum an einem langen Tisch sitzen und auf einen Bildschirm schauen, der eine Präsentation oder ein Video anzeigt.

Bevor irgendetwas geplant wurde, haben die sechs erstmal an ihrer Schule nachgefragt: Welche Aktivitäten sollen die Challenge überhaupt fördern? An dieser Umfrage haben sich 300 Schulangehörige beteiligt, was für sich genommen schon eine ziemlich starke Aktivierung für Nachhaltigkeit an der Schule ist, noch bevor die eigentliche Challenge überhaupt lief. Auf Basis der Umfrage-Ergebnisse hat das Team sich für eine Nachhaltigkeits-Challenge für die ganze Schulgemeinschaft entschieden, das Konzept ausformuliert und dann auch selbst dafür gesorgt, dass jemand davon erfährt: Emails geschrieben, Lehrkräfte ins Boot geholt, Aushänge und Screens organisiert und zusammen mit unserer Grafikerin Tina die Plakate gestaltet.

KI generiert: Das Bild ist eine Werbeanzeige für die Cleema-App, die eine Nachhaltigkeits-Challenge für Dresden im Jahr 2026 bewirbt, bei der die Schulgemeinschaft aufgefordert wird, Umweltprofis zu werden, indem sie die App installieren und der Challenge beitreten.

Vom 1. April bis zum 8. Mai 2026 lief die Challenge dann live. Wer mitmachen wollte, hat sich in der App eingetragen und im Alltag Punkte gesammelt: für Müll vermeiden statt nur trennen, für vegetarische statt tierische Mahlzeiten, für den Fußweg statt Autofahrt, für Second Hand statt Fast Fashion.

Was am Ende dabei rauskam

44 Schüler:innen haben mitgemacht und gemeinsam 380 kleine, alltägliche Aktivitäten und Entscheidungen zusammengetragen, die ihren Schulalltag ein Stück nachhaltiger gemacht haben. Am meisten Punkte kamen beim Müll trennen und vermeiden zusammen: gut ein Viertel aller Punkte. Dicht dahinter: weniger Lebensmittel verschwenden und öfter zu Fuß statt mit dem Auto. Am wenigsten Punkte, aber trotzdem drin: Second Hand statt Fastfashion, mit knapp 14 Prozent.

KI generiert: Das Bild ist ein Kreisdiagramm, das die Verteilung von 380 Punkten auf verschiedene Aktivitäten zeigt, wobei der größte Anteil auf "Müll trennen oder am besten gleich vermeiden" (27,1%) und der kleinste auf "Second Hand statt Fastfashion" (13,7%) entfällt.

Umweltprofis mit Urkunde

Auf der Abschlussveranstaltung am 12. Juni 2026 in Leipzig stellten dann alle Sächsischen Umweltprofis ihre Projekte vor. Dort gab es dann auch eine offizielle Urkunde - überreicht von Katharina Reuter, Geschäftsführerin des Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft, gemeinsam mit Ulrich Menke, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.

KI generiert: Das Bild zeigt eine große Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude mit den Buchstaben "B" und "C" an der Wand posieren.
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Am Ende ist ein Satz aus der Abschlussrunde mit den Schülerinnen hängen geblieben:

"Wir waren auf jeden Fall sehr zufrieden mit unserem Projekt und auch mit der Zusammenarbeit mit Ihnen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und das tolle Miteinander!"

Uns ging's genauso!
Danke an Aylin, Havin, Helena, Marlen, Zoe und Lijan fürs Mitmachen, an das GDPie fürs Ermöglichen und an den Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft fürs Zusammenbringen!